Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis will anscheinend kritische Berichterstattung unterbinden
31.07.2013
Das Jobcenter Ennepe-Ruhrkreis versucht offenbar eine kritische Berichterstattung auf unserem Portal zu unterbinden. In einem Anschreiben der Behörde wurde der Betreiber der Plattform „“ dazu aufgefordert, entscheidende Passagen in einem bereits publizierten Artikel zu löschen sowie eine vermeintliche Richtigstellung im Sinne des Jobcenters zu veröffentlichen. Um es vorweg zu nehmen, dem werden wir nicht nachkommen.
Zur Vorgeschichte: Mitte Juni veröffentlichten wir einen Artikel der Hartz4 Plattform mit dem Titel „Jobcenter verweigerte Diabetes-Krankem Hartz IV“. In diesem wurde beschrieben, wie das Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis mindestens sechs Monate einem schwer erkranktem Leistungsbezieher kein Geld zahlte und auch die Kosten für wichtige Medikamente nicht übernahm. Als allererstes stört sich die Behörde an der Formulierung, man halte sich trotz Beschluss nicht an Recht und Gesetz. Vielmehr ist man in der Behörde der Ansicht, der Beschluss sei noch nicht rechtskräftig und daher nicht vollstreckbar. Doch das ist unserer Ansicht nach schlicht und ergreifend falsch. Denn im vorliegenden Fall handelte es sich um ein Verfügungsverfahren, in dem das Jobcenter per Beschluss verurteilt wurde, „vorläufig bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache“, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II zu leisten. Somit ist der Beschluss sehr wohl vollstreckungsfähig im Sinne des § 199 Abs. 1 SGG. Demnach ist das Jobcenter unserer Auffassung nach sehr wohl dazu verpflichtet, die Leistungen unverzüglich zu erbringen. Die Frage der Rechtskraft der Entscheidung spielt dabei zunächst keinerlei Rolle, da insoweit nur ein Zwischenzustand beurteilt wird. Es sei vielmehr erschreckend, dass so eine praxisrelevante Frage derart juristisch falsch beurteilt wird.
Weiter moniert man die Darstellung, die Klagevertretung habe bei dem Termin vor dem Sozialgericht die Einzelheiten des Falls nicht gekannt. Tatsächlich hatte sich aber die Jobcenter-Mitarbeiterin am 24.05.2013 (und nicht wie das Jobcenter schreibt am 27.05.2013) ausdrücklich dafür entschuldigt, die Einzelheiten der Akte im Detail nicht zu kennen, weil sie eine Kollegin, die im Urlaub verweile, vertrete. Natürlich spricht nichts dagegen, dass hier eine Urlaubsvertretung tätig war. Allerdings sollte sich diese vorab doch wenigstens die Zeit nehmen, sich gründlich in die Akte einzulesen. Dies war im vorliegenden Fall offensichtlich nicht geschehen, so dass der Vorwurf berechtigt ist und nachgewiesen werden kann.
Richtig ist schließlich auch die Aussage, die Behörde habe dem Gericht eine unvollständige Akte vorgelegt. Dies ergibt sich eindeutig bereits aus der Prozessgeschichte. Das Sozialgericht (SG) Dortmund hatte zur summarischen Prüfung der Eilsache offensichtlich nur eine unvollständige Akte vorgelegen, die den Eindruck erwecken musste, als sei für den streitgegenständlichen Zeitraum kein Weiterbewilligungsantrag gestellt worden.
„Bei inhaltlichen Fehlern werden wir selbstverständlich aktiv und korrigieren diese umgehend“, so Sebastian Bertram, Hauptverantwortlicher von . „Hier aber können wir uns dem Eindruck nicht erwehren, dass das Jobcenter Ennepe-Ruhrkreis eine kritische Berichterstattung offenbar unterbinden will. Daher werden wir das Recht auf freie Meinungsfreiheit auch wenn nötig vor Gericht verteidigen. Wir fordern zudem die Behörde dazu auf, umgehend den Beschluss des Sozialgerichts zu akzeptieren und die außenstehenden Sozialleistungen an den Betroffenen zuzahlen. Bitte verlinkt und verteilt diesen Artikel weiter, damit die Behörde mit ihrem Einschüchterungsversuch nicht durchkommt.“ (wm)
Contains information related to marketing campaigns of the user. These are shared with Google AdWords / Google Ads when the Google Ads and Google Analytics accounts are linked together.
90 days
__utma
ID used to identify users and sessions
2 years after last activity
__utmt
Used to monitor number of Google Analytics server requests
10 minutes
__utmb
Used to distinguish new sessions and visits. This cookie is set when the GA.js javascript library is loaded and there is no existing __utmb cookie. The cookie is updated every time data is sent to the Google Analytics server.
30 minutes after last activity
__utmc
Used only with old Urchin versions of Google Analytics and not with GA.js. Was used to distinguish between new sessions and visits at the end of a session.
End of session (browser)
__utmz
Contains information about the traffic source or campaign that directed user to the website. The cookie is set when the GA.js javascript is loaded and updated when data is sent to the Google Anaytics server
6 months after last activity
__utmv
Contains custom information set by the web developer via the _setCustomVar method in Google Analytics. This cookie is updated every time new data is sent to the Google Analytics server.
2 years after last activity
__utmx
Used to determine whether a user is included in an A / B or Multivariate test.
18 months
_ga
ID used to identify users
2 years
_gali
Used by Google Analytics to determine which links on a page are being clicked
30 seconds
_ga_
ID used to identify users
2 years
_gid
ID used to identify users for 24 hours after last activity
24 hours
_gat
Used to monitor number of Google Analytics server requests when using Google Tag Manager
1 minute
Matomo is an open-source web analytics platform that provides detailed insights into website traffic and user behavior.