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Peter Hartz will neue „Hartz-Reformen“


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Peter Hartz will neue „Reformen“

13.05.2017

Es war lange ruhig um den verurteilten Wirtschaftskriminellen Peter Hartz, dessen Name mit Hartz-IV für gesetzlich verordnete Armut und den Entzug von Grundrechten für Erwerbslose steht. 2007 gab er sein 2002 verliehenes Bundesverdienstkreuz erster Klasse zurück, nachdem er rechtskräftig wegen Untreue verurteilt worden war.

Prostituierte auf Firmenkosten
2005 trat er wegen seiner Verstrickungen in die Korruptionsaffäre bei VW von seinem dortigen Posten zurück. Er bekam keine Abfindung. Der Rückzug half ihm aber nicht, denn am 7. Oktober 2005 leitete die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den Manager ein Verfahren wegen des Verdachts auf Untreue in 44 Fällen ein.

Dabei ging es um Spesenmissbrauch, Besuche bei Prostituierten auf Firmenkosten, den Kauf von Maßanzügen und Schmuck auf Firmenkosten, oder das Anmieten einer privat genutzten Wohnung auf Firmenkosten. Dabei ließ er sich auch selbst Prostituierte von VW bezahlen.

Geschenke für Begünstigte
Hartz zahlte an einen Freund, den VW Betriebsratvorsitzenden Klaus Volkert einen „Sonderbonus“ von insgesamt 2 Millionen Euro und überwies dessen Geliebter, Adriana Barros ein „Zusatzeinkommen“ von insgesamt 399.000 Euro. Im Januar 2007 gestand Hartz alle 44 Anklagepunkte und damit einen Schaden von 2,6 Millionen Euro, den er VW zugefügt hatte.

Mildes Urteil
Dafür verurteilte das Landgericht Braunschweig ihn am 25.1.2007 zu zwei Jahren auf Bewährung sowie zu 360 Tagessätzen von 1600 Euro, also zu 576.000 Euro Strafe. Das volle Geständnis galt als strafmildernd.

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