Widerstand lohnt sich: Jobcenter bestrafen weniger
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Widerstand lohnt sich – Hartz IV-Behörden bestrafen weniger
21.10.2016
2016 verhängten die Jobcenter im ersten Halbjahr 475.000 Strafen -4-Abhängige. So äußerte sich zumindest eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit gegenüber FAZ.NET. Damit verfolgten die Jobcenter in der Menge Hartz-IV-Betroffene um 8,4% weniger als im gleichen Zeitraum 2015 und in den drei Jahren zuvor. Der erste Grund dafür sei, so FAZ.NET, dass weniger Menschen Hartz-IV bezögen, der zweite Grund ein „milderes“ Vorgehen der Jobcenter.
Zu 77 % bestrafen die Jobcenter so genannte Meldeversäumnisse, sei es, dass die Verfolgten einen Termin beim Jobcenter nicht wahrnehmen, sei es, dass sie der Verpflichtung, sich aus dem Urlaub zurück zu melden, nicht sofort nachkommen. Lediglich 10 % der Strafen verhängen die Jobcenter, weil sich Abhängige weigern, eine Arbeit anzunehmen oder sie weiter auszuführen.
